Bei “systemischen Strukturaufstellungen” (“SySt”) handelt es sich um ein von Dipl. Psych. Insa Sparrer und Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd entwickeltes Interventionssystem, mit dessen Hilfe Systeme im Raum aufgestellt werden können. Personen oder Symbole (wie z. B. Legofiguren) fungieren dabei als Repräsentanten für Teile des Systems. Ziele einer solchen räumlichen Abbildung mit einer Gruppe oder mit symbolischen Figuren ist es, das betrachtete System zu veranschaulichen, zu untersuchen und in gewünschte Richtungen zu verändern. Darüberhinaus wird durch die Aufstellung die Perspektive auf die problematischen Phänomene verändert, was zu einer neuen Bewertung der Situation führen kann. Diese Veränderungen wirken dann über den Klienten wieder zurück auf das System, das sie abbilden.
SySt kann in unterschiedlichen Bereichen wie Therapie, Beratung, Coaching, Mediation, Forschung und Kunst eingesetzt werden.

Ein Drehbuch während des Schreibprozesses an Komplexität stark zu. Mit einer Aufstellung der Geschichte oder Teilaspekten der Geschichte können Sie einen Überblick über ihr System und dessen Mängel, gewinnen. Zum einen durch die Verbildlichung im Raum, zum anderen durch eine stärkere Externalisierung (als Autor/in sind Sie ein Teil des Systems der Geschichte und können sich nun auf eine Beobachterperspektive zurückziehen). In einer Aufstellung können zudem einzelne Elemente der Geschichte gesondert betrachtet werden, wodurch Entscheidungen bezüglich des Rewrite erleichtert werden. Indem ich verschiedene Veränderungen durchgespielen lasse, können Sie die Auswirkungen auf die Geschichte in ihrer Gesamtheit überprüfen und zunächst testen, welche Veränderungen sinnvoll sind (bevor Sie möglicherweise falsche Änderungen vornehmen). Bei einer Gruppenaufstellung werden alle Repräsentanten bei jeder Systemverschiebung nach ihrem Befinden befragt, wodurch der/die Autor/in das, was zur abschließenden Gestaltung der Geschichte notwendig ist, auf einer anderen, neuen Ebene erfahren kann: und zwar durch das Erleben der Repräsentanten am eigenen Körper. Indem der Fokus auf dem emotionalen und körperlichen Erleben der “kurzzeitig zum Leben erweckten Figuren” gelegt wird, kann intuitives, direktes Wissen (“Bauchwissen”) jenseits von Rationalität (“Kopfwissen”) reaktiviert werden.

Die Integation der Aufstellungs-Methode wird in Zukunft ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein. Ich biete die Methode vorläufig unentgeltlich an.